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Westdeutsche Zeitung vom 05.10.2009

Oktoberfest landet im Abseits

Stadion Zoo. Der Verein "Ein Dach für die Nord" wartet im Festzelt an zwei Tagen vergeblich auf den großen Rest der Fangemeinde.

So manches Heimspiel des Wuppertaler SV in den vergangenen Jahren hätte sicher mehr als nur eine Minikulisse im Stadion am Zoo verdient gehabt. Nicht viel besser erging es am Wochenende dem Verein "Ein Dach für die Nord" bei der Premiere des Oktoberfestes am Stadion Zoo. Lange Gesichter gab es schon am Samstagabend, als sich beim Auftritt der Coverband "Phase 3" nur etwa 100 Besucher im großen Festzelt verloren.

Den Tiefpunkt hatte die Stimmung dann gestern beim Frühschoppen erreicht. Und das konnten auch Oberbürgermeister Peter Jung, Schirmherr der Veranstaltung und das Landespolizeiorchester nicht verhindern, die Sportsgeist bewiesen und im fast leeren Zelt die Geschichte des Elefanten Tuffi musikalisch und erzählerisch glänzend in Szene setzten.

Dabei hatte der Verein "Ein Dach für die Nord", der Geld für die Überdachung der Fantribüne sammelt, mit viel Liebe zum Detail und wochenlanger Vorarbeit auf dem Stadionplatz eine attraktive Fanmeile aufgebaut. Doch die Massen strömten nicht. Erst am Sonntagnachmittag war der Zulauf dann bei Sonnenschein etwas besser.

"Wir können froh sein, wenn wir am Ende die Kosten decken", sagte ein restlos enttäuschter Stefan Schey. Der Schatzmeister des Vereins bedauerte vor allem das weitgehende Ausbleiben der Fangemeinde, für die sich der Verein das eine oder andere Bein ausgerissen hatte. "96 Personen hatten sich allein von einem Fanclub angekündigt. Am Samstagabend ließ sich nur einer blicken, der für die anderen abgesagt hat", sagte Schey. Schirmherr Peter Jung meinte traurig:"Da haben sich einige Leute eine Menge Arbeit gemacht, aber das ist leider nicht entsprechend belohnt worden." Mehr als nur ein kleiner Trost gab es für die Organisation gestern Abend. Da schauten eine Reihe von WSV-Spielern trotz der Niederlage in Burghausen vorbei. Gelegenheit, sich gegenseitig Mut zuzusprechen.

 

Wuppertaler Rundschau vom 03.10.2009

Stadion-Fest

(jak.) Die Faninitiative "Ein Dach für die Nord" feiert heute und morgen jeweils von 12 bis 22 Uhr ein Oktoberfest am Zoo-Stadion. Dabei warten zahlreiche Aktionen und Auftritte auf die Besucher. Die Initiative unterstützt den Bau eines Stehplatz-Daches.

 

Westdeutsche Zeitung vom 02.10.2009

Oktoberfest am Stadion Zoo

Faninitiative "Ein Dach für die Nord" lädt für Samstag und Sonntag ein.


Während sich die Fußballer des Wuppertaler SV heute Morgen in aller Frühe auf den Weg nach Bayern machen, wo sie am Samstag in Burghausen punkten wollen, werden sich am Wochenende am Stadion Zoo die weiß-blauen Farben Bayerns mit rot und blau mischen. Am Samstag und Sonntag jeweils von 12 bis 22 Uhr wird das "Oktoberfest am Zoo" gefeiert, das die Initiative "Ein Dach für die Nord" organisiert hat. Mit einem Festzelt für 600 Personen, Livemusik, Streetsoccer und einer Kinderwelt wollen die Organisatoren nicht nur Fußballfans locken.

Der Name "Ein Dach für die Nord" ist Programm. Gemeint sind damit Pläne des Vereins, Geld für die Überdachung der neuen WSV-Fantribüne ("Nordkurve") zu sammeln. Es handelt sich um eine Faninitiative, die auch in sportlich schlechteren Zeiten hinter ihrem Verein steht. Zukünftig wird's am Sonntag ab 13 Uhr bei den Auftritten des Landespolizeiorchesters, verstärkt durch Oberbürgermeister Peter Jung, Schirmherr der Veranstaltung. Es wird empfohlen, sich für abends einen Tisch im Festzelt zu sichern. Voraussetzung ist ein Mindestverzehr von 100 Euro pro reserviertem Tisch, also zehn Euro pro Person.

 

Wuppertaler Rundschau vom 30.09.2009

Oktoberfest im Stadion

Mit einem großen Oktoberfest rund um das Stadion am Zoo will die Fan-Initiative "Ein Dach für die Nord" am Samstag und Sonntag jeweils von 12 bis 22 Uhr Gelder für die Überdachung des WSV-Stehplatzbereich sammeln. Neben zahlreichen Spielmöglichkeiten für Kinder und Jugendliche gibt es eine Tombola (Hauptgewinn: Karten für das Länderspiel Deutschland gegen Finnland) sowie ein großes Zelt, in dem Livemusik gespielt wird - von Rock bis zum Auftritt des Landespolizeiorchesters NRW am Sonntag um 13 Uhr. Schirmherr ist Oberbürgermeister Peter Jung.

"Ein Dach für die Nord" hat unterdessen Einspruch gegen den Bescheid des Finanzamtes eingelegt, die Gemeinnützigkeit zu verweigern. Der WSV und mehrere Politiker hatten zuvor ihr Unverständnis darüber ausgedruckt, dass eine private Initiative, die der finanzschwachen Stadt unter die Arme greifen will, nicht unterstützt wird. Auswirkungen auf die Feier hat das schwebende Verfahren nicht.

 

wupperguide Ausgabe 09/2009

WSV-Fans engagieren sich für ihr neues Stadion und erhalten Rückendeckung vom Verein sowie von Oberbürgermeister Peter Jung: Die Nordtribüne im Stadion am Zoo soll überdacht werden. Einige Fans haben hierfür einen eigenen Verein gegründet.

Einige Fans des Wuppertaler SV Borussia haben einen eigenen Verein gegründet. Es handelt sich dabei allerdings nicht um einen eigenen Fußballverein, sondern um  "Ein Dach für die Nord". Den Start zu dieser Aktion hat das Internet möglich gemacht. So eröffnete User "Ölberg 63" im Fanforum "Rot-Blau.com" ein Thema mit dem heutigen Vereinsnamen. Normalerweise sehen die Wuppertaler jeder neuen Idee skeptisch entgegen. Vor allem, wenn es um den WSV geht. Doch hier war alles anders, die Zustimmung war so groß, dass sich mehrere Fans zusammengefunden haben und aus der Idee einen eingetragenen Verein machten.

Das Ziel ist es, durch Spenden eine Überdachung der neuen Nordtribüne im Stadion am Zoo zu finanzieren. "Die Idee hatte ich nach dem Spiel gegen Jena in der vorherigen Saison. Es war kalt und das Spiel war Mist. Trainer der Mannschaft konnte ich ja nicht werden, das Wetter konnte ich auch nicht beeinflussen, aber ich hatte die Idee, dass man wenigstens am Stadionkomfort etwas ändern könnte", erklärt der heutige erste Vorsitzende Peter Heinemann - alias "Ölberg 63" ? seine Beweggründe zu diesem Schritt. Stefan Schey, zweiter Vorsitzender, freut sich sehr über den großen Zuspruch: So hat neben dem Wuppertaler SV Borussia auch Oberbürgermeister Peter Jung (CDU) seine Unterstützung für die Aktion zugesagt. "Auf Grund der finanziellen Situation kann die Stadt eine Überdachung für die 'Nord' nicht realisieren", wirbt Jung in seinem Grußwort auf der Internetseite von "Ein Dach für die Nord" um Verständnis für das zurückhaltende Engagement der Stadt. "Daher freue ich mich, dass sich nun engagierte WSV?Anhänger zu einem Verein zusammengefunden haben", so Jung weiter.

Aktuelle Informationen zum neu gegründeten Verein, seine Aktivitäten und wie man Mitglied werden kann gibt es im Internet unter der Adresse www.ein-dach-fuer-die-nord.de.


WDR-Videotext vom 24.08.2009

Fan-Ärger mit dem Finanzamt

Das Finanzamt Wuppertal-Elberfeld erkennt die Fan-Initiative "Ein Dach für die Nord" nicht als gemeinnützig an. Unter den derzeitigen Voraussetzungen sei dies mit Blick auf Themenbereiche wie Denkmal- und Lärmschutz nicht möglich, heißt es in einem Bescheid. Die Initiative will Einspruch einlegen. Sie hat sich zum Ziel gesetzt, mindestens eine halbe Million Euro für die Überdachung des WSV-Stehplatzbereichs im Stadion am Zoo zu sammeln. Die Stadt Wuppertal will die Initiative in Rechtsfragen unterstützen.

 

Wuppertaler Rundschau vom 22.08.2009

Finanzamt gegen Fans
Behörde lehnt Gemeinnützigkeit für Dach-Initiative ab


Das Finanzamt Wuppertal-Elberfeld will die Fan-Initiative "Ein Dach für die Nord", die Spenden für die Überdachung des WSV-Stehplatzbereichs sammelt, vorerst nicht als gemeinnützig anerkennen. Dies sei unter den jetzigen Voraussetzungen nicht möglich, heißt es in dem Bescheid. Dabei geht es unter anderem um Fragen des Denkmal- und des Lärmschutzes. Die Initiative will nun Einspruch einlegen.

"Bundespräsident Horst Köhler hat die Bürger doch zu privatem Engagement aufgefordert", wundert sich Stefan Schey, 2. Vorsitzender von "Ein Dach für die Nord". Man habe eigens einen Verein gegründet und mit der Satzung beim Amtsgericht eintragen lassen. "Wir investieren privates Geld, um Flyer und Anderes drucken zu lassen", wundert sich Schey über die Entscheidung des Finanzamtes. Zumal: Kommt das Projekt am Ende nicht zu Stande, soll das Geld an soziale Einrichtungen in Wuppertal gehen. Die Abwicklung des Spendenkontos wird von der Sparkasse Wuppertal unterstützt.

Die Nicht-Anerkennung der Gemeinnützigkeit hätte indes fatale Folgen. Dann müsste der Verein Steuern auf die Einnahmen entrichten und könnte keine Spendenbescheinigungen ausstellen ­ das sichere Ende der Akquise. "Jeder Hundezuchtverein erhält problemlos den Status der Gemeinnützigkeit", ärgert sich Schey, dessen Initiative mit privatem Engagement die finanziell klamme Stadt unterstützen will.

Eigentlich sollte längst die Nummer des Spendenkontos und ein "Spenden-Barometer" auf der Homepage www.ein-dach-fuer-die-nord.de veröffentlicht werden. Das musste nun aus rechtlichen Gründen verschoben werden.

"Wir müssen nun schauen, wie wir die Voraussetzungen schaffen können. Notfalls müssen wir die Satzung ändern", sagt Initiativen-Pressesprecher Olaf Lamberz. Auch er empfindet den Bescheid als "megaärgerlich". Denn: "Wir sind überparteilich, unpolitisch und wollen zeigen, dass es mit Aktionen, Eigeninitiative und Motivation möglich ist, auch in der jetzigen wirtschaftlichen Situation etwas auf die Beine zu stellen."

Nun aber werde die Initiative weit zurückgeworfen. Aktionen wie das geplante große Oktoberfest auf dem Stadionvorplatz und der Auftritt auf dem Weihnachtsmarkt können jetzt nicht angegangen werden. "Das wäre momentan unseriös", so Lamberz. "Wir verlieren wertvolle Zeit."

Die Initiative schätzt die Kosten für ein Dach auf 1,5 bis 2 Millionen Euro. "Wir möchten innerhalb eines Jahres mindestens 500.000 Euro generieren", sagt Lamberz. Dass dies möglich sei, zeige seine Heimatstadt München. "Dort kümmern sich die 1860-Fans intensiv um ihr Grünwalder Stadion." Entsprechende Verträge mit der Stadt seien gerade erst verlängert worden.

Die Stadt Wuppertal selbst freut sich über das Engagement der Fans. "Auf Grund der finanziellen Situation kann die Stadt eine Überdachung für die 'Nord' nicht realisieren. Daher freue ich mich, dass sich nun engagierte WSV-Anhänger zu einem Verein zusammengefunden haben. (...) Vieles gilt es zu bedenken: den Denkmalschutz, den Anwohnerschutz, die Kostenfrage. Doch andere Vereine haben bereits vorgemacht, was alles möglich sein kann, wenn Verein, Fans, Kommune und großzügige Spender an einem Strang ziehen", schrieb Oberbürgermeister Peter Jung in einem Grußwort.

Nach Rundschau-Informationen hat das Gebäudemanagement Fakten zusammengestellt, um die im Finanzamt-Bescheid aufgestellten Behauptungen zum Thema Denkmalschutz zu entkräften.

"Ein Dach für die Nord" präsentiert sich heute vor dem Spiel gegen Sandhausen mit einem Infostand auf dem Stadionvorplatz. "Wir hoffen auf Unterstützung in der Breite", sagt Lamberz. Das Finanzamt ist da mit eingeschlossen.

Jörn Koldehoff

 

Reviersport vom 09.08.2009

In der niederschlagreichsten Stadt Deutschlands, Wuppertal, stehen die Fans im Regen. Noch! Denn nun haben WSV-Fans "Ein Dach für die Nord" ins Leben gerufen.

Insgesamt sind es zehn Blau-Rote, die sich zu der Initiative zusammengeschlossen haben. "Wir gehören keiner festen Fangruppe an", sagt ihr Sprecher Olaf Lamberz. Wir wollen auch keinen Einfluss auf vereinspolitische Themen nehmen. Das wäre für unser Anliegen eher schädlich. Vielmehr verstehen wir unsere Aufgabe darin, Spenden für die Überdachung der 4.500 Nord-Stehplätze zu sammeln", sagt Lamberz weiter. Schon die Tribunen-Stufen wurden von "Ein-Euro-Jobbern" errichtet, da verbietet sich fast die Frage, ob im klammen Stadt-Haushalt noch ein Budget für eine Überdachung sei. Lamberz: "Von Komfort kann man im Stadion am Zoo wirklich nicht reden. Selbst das Dach der Haupttribüne ist zwar nett anzusehen, aber je nach Windrichtung kommt eine Menge Regen auf den Rängen an."

"Wir müssen eine Mio. Euro zusammenbekommen, um in Bereiche vorzustoßen, in denen es sich lohnt, über die bauliche Umsetzung zu reden", erklärt der in München heimische WSV-Fan. Ein ehrgeiziges Vorhaben, an dem sich beispielsweise ein ähnliches Projekt von Greuther-Fürth-Fans vor einigen Jahren verhoben hatte. Deshalb will sich das Wuppertaler Pendant nicht allein auf Spenden verlassen. Das Dach selbst soll als Werbeträger herhalten, zum Beispiel durch buchbare "Pixel" an der Unterseite oder durch eine Vermarktung einzelner Blöcke. Jede Aktion werde aber immer mit dem WSV abgesprochen.

Erst seit Juni gibt es die Initiative, und der Start war erfolgsversprechend. Eine Vielzahl von Mitgliedsbeiträgen sind bisher eingegangen. "Die Resonanz erfreut uns. Auch der rege Austausch an unserem mobilen Stand zeigt, wie breit die Unterstützung angesiedelt", erklärt Lamberz.

Nun, einige Wochen nach der Gründung und Anerkennung als e.V., soll die nächste Stufe genommen werden. Der Dachverband wartet stündlich auf die Anerkennung der Gemeinnützigkeit. "Das ist wichtig, weil es die Voraussetzung für die Ausstellung von Spendenquittungen darstellt", betont der Pressesprecher. Deren steuerliche Absetzbarkeit macht es für Sponsoren oder normale Fans weitaus attraktiver, einen Obolus für die Überdachung beizusteuern. Natürlich werde jeder - falls gewünscht - auch im Spendenticker auf der Homepage: ein-dach-fuer-die-nord.de erwähnt.

Als nächster Schritt soll dann die Erstellung einer Tribünengrafik folgen. Wenn die Fans erst einmal ein Bild vor Augen haben, wie ihre Nord in Zukunft aussehen könnte, wenn die Idee konkrete Formen annimmt, dann kann die Aktion noch mehr ins Rollen kommen.

 

Westdeutsche Zeitung vom 18.06.09

WSV hat künftig einen "Dach-Verein"

STADION: Fan-Initiative sammet für Deckel für die Nordtribüne.

Die WSV-Fans meinen es ernst mit dem Dach der Nordtribüne. Mit neun Gründungsmitgliedern hat sich jetzt der Verein "Ein Dach für die Nord" gegründet. Zum 1. Vorsitzenden wurde Peter Heinemann gewählt, sein Stellvertreter ist Stefan Schey, Schatzmeister Alexander Reetz. Vereinsziel ist es, Geld für eine Überdachung der Stehtribüne zu sammeln. Nach ersten Schätzungen des Gebäudemanagements dürfte das zwischen 500000 und zwei Millionen Euro kosten.

"Wir freuen uns über den großen Zuspruch, den wir bereits bei der Bevölkerung erfahren haben", sagte Stefan Schey. Ein Spendenkonto wird aber erst in den nächsten Wochen eingerichtet, wenn der Verein auch offiziell im Vereinsregister eingetragen ist. Derzeit wird die Satzung noch von einem Notar geprüft.

 

Kieler Nachrichten vom 12.06.2009

Dach überm Kopf

Wenn die Stadt pleite ist (Haushaltssperre) und der Verein auch nichts auf der Naht hat, müssen die einfachen Fans das eigene Sparschwein knacken.

Die Anhänger des Fußball-Drittligisten Wuppertaler SV wollen einen Beitrag zur Verbesserung ihres Stadions leisten. Die WSV-Anhänger sind gerade dabei den Verein "Ein Dach für die Nord" zu gründen, um Geld für die Errichtung eines Daches über dem Stehplatzbereich im Stadion am Zoo zu sammeln.

Einfach wird das Vorhaben nicht. Da beim Bau der neuen Stehplatztribünen keine Dachfundamente gesetzt wurden, werden die Kosten auf zwei Millionen Euro geschätzt. Da müssen die WSV-Fans wohl noch eine ganze Weile sparen und im Regen stehen.

 

Stadionwelt am 12.06.2009

Fans wollen Geld für Umbau sammeln
 
Schon länger wird in Wuppertal über den weiteren Umbau des Stadions am Zoo diskutiert, doch das Geld fehlt an allen Ecken und Enden. Unter dem Motto "Ein Dach für die Nord" wollen Fans nun einen Verein gründen, der Gelder für die Überdachung der Nordtribüne sammelt.

Die Stadt Wuppertal hat nicht genug Geld, um die Überdachung der Nordtribüne zu finanzieren, daher packen nun die Fans selbst mit an.

Durch verschiedene Veranstaltungen, Spenden und Sammelaktionen wollen die Fans des Wuppertaler SV die Finanzierung der Überdachung ihres Stehplatzbereiches unterstützen. Die Kosten für die Baumaßnahmen können schätzungsweise bis zu zwei Millionen Euro betragen, da beim erst kürzlich abgeschlossenen Bau der neuen Stehplatztribüne keine Fundamente für ein Dach gesetzt wurden. Die Stadt Wuppertal kann aufgrund einer hohen Verschuldung sowie einer verhängten Haushaltssperre die benötigte Summe derzeit nicht aufbringen, sodass nun die Anhänger die Initiative ergreifen. Man freue sich sehr und unterstütze das Engagement seiner Fans, heißt es diesbezüglich von Seiten des Vereins.

Auf der Homepage des Vereins wird man bald mit aktuellen Infos über kommende Veranstaltungen versorgt.

Dass Fans beim Umbau des Stadions ihres Vereins mithelfen ist nichts neues, so packen auch in Berlin rund 1.600 Fans des 1. FC Union bei der Modernisierung des Stadions An der alten Försterei mit an.

 

WDR Videotext am 12.06.2009

Wuppertaler SV Borussia

Einige Anhänger der Wuppertaler wollen den Verein "Ein Dach für die Nord" gründen, um Geld für die Errichtung eines Daches über dem Stehplatzbereich im Zoo-Stadion zu sammeln. Rund zwei Millionen Euro werden benötigt.

 

dpa Meldung vom 11.06.2009

Wuppertaler Fans sammeln für Tribünendach

Wuppertal (dpa) - Nach dem Vorbild von Zweitliga-Aufsteiger Union Berlin wollen die Fans des Fußball-Drittligisten Wuppertaler SV einen eigenen Beitrag zur Verschönerung und Verbesserung ihres Stadions leisten.

Die WSV-Anhänger wollen den Verein «Ein Dach für die Nord» gründen, um Geld für die Errichtung eines Daches über dem Stehplatzbereich im Stadion am Zoo zu sammeln. Da die Stadt Wuppertal hoch verschuldet ist und eine Haushaltssperre verhängte, sollen über ein eingerichtetes Spendenkonto Einnahmen erzielt werden.

«Wir freuen uns sehr über das Engagement unserer Fans, das wir natürlich sehr unterstützen», sagte der WSV-Medienbeauftragte Thorsten Hesse. Doch einfach wird das Vorhaben nicht. Da beim Bau der neuen Stehplatztribünen keine Dach-Fundamente gesetzt wurden, schätzt das Wuppertaler Gebäudemanagement (GMW) die Kosten auf bis zu zwei Millionen Euro. Dies seien laut GMW-Chef Hans-Uwe Flunkert aber noch keine verlässlichen Zahlen, die Summe könne auch geringer ausfallen. Wuppertals Oberbürgermeister Peter Jung hat der Fan-Initiative seine Hilfe zugesagt, auch wenn er dem Projekt finanziell nicht unter die Arme greifen kann.

 

Wuppertaler Rundschau vom 10.06.2009

Ein Dach für die "Nord"
Fan-Initiative will Geld für Stehplatz-Bereiche sammeln


Der Assistent kommt heute, der Cheftrainer am Freitag. Wenn Thomas Stickroth und Uwe Fuchs aus ihrem wohlverdienten Urlaub zurück sind, soll die Kaderplanung beim Fußball-Drittligisten WSV forciert werden. "Wir planen in aller Ruhe", so Manager Markus Bayertz.

Geduld braucht auch die Initiative "Ein Dach für die Nord", die sich in dieser Woche gründet. Ziel ist es, möglichst viele Spendengelder für ein Tribünendach über dem Stehplatzbereich der WSV-Fans zu sammeln. Um alles auf solide Füße zu stellen, wird ein eingetragener Verein ins Leben gerufen. Das Spendenkonto, das bei der Sparkasse Wuppertal angesiedelt wird, soll Ende Juli oder Anfang August eröffnet werden.

Stefan Schey, mit Alexander Reetz einer der Initiatoren, hofft, dass sich viele Spender finden, aber auch zahlreiche Fans aktiv anschließen. "Über die Mitgliedsbeiträge werden diverse Aktionen finanziert, die weiteres Geld einspielen sollen", so Schey. Unter anderem ist der Verkauf von 1000 Motto-T-Shirts geplant.

Der WSV freut sich über das Engagement. "Wir werden die Aktion gerne medial unterstützen und sind sehr dankbar über diese tolle Aktion unserer Anhänger", so der Medienbeauftragte Thorsten Hesse. So haben Spieler schon Trikots zum Versteigern zugesagt. Auch OB Peter Jung sichert seine "vollste Unterstützung" zu. Dies sei zwar nicht finanziell möglich, aber mit "unseren Wissen" und im Genehmigungsverfahren. Das Gebäudemanagement sei bereits informiert worden.

Offen ist noch, wie viel Geld zusammenkommen muss. Die Schätzungen schwanken zwischen 500.000 und zwei Millionen Euro. Hauptproblem: Da beim Bau der neuen Stehplatzbereiche keine Fundamente gegossen wurden, müssten Teil der Stufen entfernt werden. Außerdem soll sich das Bauwerk dem Gesamtensemble optisch anpassen. Eine Wellblechvariante wünscht sich niemand.

"Wenn wir am Ende das Ziel nicht erreichen, werden die Gelder gemeinnützigen Einrichtungen gestiftet", so Schey. Dabei sei klar, dass die Summe nicht innerhalb weniger Wochen zusammenkomme. Deshalb hat die Initiative ein Motto gewählt: "Gut Ding will Weile haben..."